Was ist der Unterschied zwischen dem Einkauf von Kartoffelvollmehl direkt beim Hersteller und beim Händler?
Beim Einkauf von Kartoffelvollmehl stehen viele vor dem gleichen Dilemma: Bei identischen Produkten gibt es einige, die direkt vom Hersteller verkauft werden, und andere, die über Händler angeboten werden. Preis, Service und Angebotsmodalitäten unterscheiden sich voneinander – bei wem sollte man also kaufen? Ist es beim Hersteller unbedingt günstiger? Muss man beim Händler zwangsläufig “die Preisdifferenz mitbezahlen”?
Tatsächlich gibt es auf diese Frage keine ganz eindeutige Antwort. Hersteller und Händler haben jeweils ihre eigene Positionierung sowie ihre eigenen Stärken und Schwächen. Erst wenn man den Unterschied zwischen beiden versteht, kann man entsprechend der eigenen Situation die kostengünstigste und unkomplizierteste Wahl treffen. In diesem Artikel werden die beiden Optionen ausführlich miteinander verglichen.
Zunächst muss geklärt werden: Wer ist der Hersteller und wer ist der Händler?
Bevor wir auf die Unterschiede eingehen, wollen wir zunächst zwei Rollen klären.
Hersteller, Es handelt sich um einen Produktionsbetrieb, der tatsächlich über eine eigene Produktionslinie verfügt und Kartoffeln selbst zu Kartoffelmehl verarbeitet. Die Produkte werden im eigenen Haus hergestellt, wobei der Betrieb den gesamten Prozess von den Rohstoffen bis zum Endprodukt selbst abwickelt.
Händler, Es handelt sich dabei um Zwischenhändler, die selbst keine Produkte herstellen, sondern lediglich Handel betreiben. Sie beziehen ihre Waren von verschiedenen Fabriken und verkaufen sie anschließend an nachgelagerte Kunden weiter, wobei sie die Preisdifferenz oder eine Servicegebühr als Gewinn erzielen. Manche Händler spezialisieren sich auf eine bestimmte Produktkategorie, andere handeln hingegen gleichzeitig mit verschiedenen Rohstoffen.
Wenn man diesen grundlegenden Unterschied verstanden hat, wird klar, warum sich die beiden in Bezug auf Preis, Service, Flexibilität und anderen Aspekten so stark unterscheiden.
Einfach ausgedrückt: Die Hersteller sind näher an der Produktion, während die Händler näher am Vertrieb sind. Es gibt keine allgemeingültige Aussage, wer besser ist – entscheidend sind Ihr Einkaufsvolumen, Ihr Produktbedarf und Ihre Serviceanforderungen.
Unterschied 1: Preis – Fabriken als Direktlieferanten sind in der Regel im Vorteil
Der Preis ist oft das erste, worauf Einkäufer achten.
Die Hersteller vor Ort bieten in der Regel wettbewerbsfähigere Preise. Der Grund dafür ist ganz einfach: Da Zwischenstufen entfallen, gibt es keine Zwischenhändler, die an der Preisdifferenz verdienen. Wenn man die Waren direkt vom Hersteller bezieht, liegen die Preise in der Regel näher an den Selbstkosten; insbesondere bei großen Abnahmemengen macht sich dieser Preisvorteil deutlich bemerkbar. Für Unternehmen mit hohem Verbrauch und hoher Kostenempfindlichkeit lassen sich durch den direkten Bezug vom Hersteller oft beträchtliche Kosten einsparen.
In den Preisen der Händler sind die Servicekosten enthalten. Händler müssen auf den Einkaufspreis ihre Gewinnspanne und ihre Betriebskosten aufschlagen, weshalb ihre Preise in der Regel etwas höher sind als beim Direktverkauf ab Werk. Dieser “Aufschlag” ist jedoch in gewisser Weise auch eine Gegenleistung für die angebotenen Dienstleistungen und Annehmlichkeiten und sollte nicht einfach als “unnötige Mehrkosten” betrachtet werden.
Allerdings sei darauf hingewiesen: Es ist nicht unbedingt so, dass die Beauftragung einer Fabrik automatisch günstiger ist. Manche Fabriken haben kein Interesse an Kleinserienaufträgen und bieten daher keine günstigen Preise an. Im Gegensatz dazu sind Händler aufgrund der Bündelung verschiedener Bezugsquellen bei Kleinserien und Einzelbestellungen flexibler und kostengünstiger. Daher muss der Preisvergleich unter Berücksichtigung der konkreten Abnahmemenge erfolgen.
Unterschied Nr. 2: Mindestbestellmenge – die Anforderungen der Fabriken sind oft höher
Das ist ein sehr realer, aber auch leicht zu übersehender Unterschied.
Die Hersteller vor Ort haben in der Regel hohe Mindestbestellmengen. Fabriken streben nach einer Massenproduktion und einem groß angelegten Vertrieb an und nehmen in der Regel lieber Großaufträge an, wobei sie oft Mindestbestellmengen und Mindestliefermengen vorschreiben. Wenn Ihr Einkaufsvolumen nicht groß genug ist, erfüllen Sie möglicherweise nicht die Mindestbestellmengen der Fabrik, oder Sie erhalten, selbst wenn der Auftrag angenommen wird, nicht die gewünschten Preise und Leistungen.
Händler sind bei der Beschaffung kleiner Mengen flexibler. Händler verfügen in der Regel über Lagerbestände und können kleinere Mindestbestellmengen akzeptieren; sie können bereits ab wenigen Säcken oder einigen Dutzend Säcken liefern und versenden die Ware sofort nach Bestellung. Für Kunden mit geringem Verbrauch, sporadischem Bedarf oder dem Bedarf an vielen verschiedenen Sorten in kleinen Mengen sind Händler daher praktischer und besser geeignet.
Daher ist die Höhe der Abnahmemenge oft der entscheidende Faktor dafür, ob man sich an einen Hersteller oder an einen Händler wendet.
Unterschied Nr. 3: Produktpalette – Händler bieten ein “umfassenderes” Sortiment”
Die Produkte der Hersteller vor Ort sind relativ spezialisiert. Eine Fabrik stellt in der Regel nur bestimmte Produktkategorien her, wobei die Spezifikationen und Sorten begrenzt sind. Wenn die von Ihnen benötigte Sorte gerade vorrätig ist, ist das kein Problem; wenn Sie jedoch mehrere verschiedene Rohstoffe benötigen, müssen Sie möglicherweise mit mehreren Fabriken zusammenarbeiten, was die Beschaffung etwas umständlich macht.
Händler bieten eine “All-in-One”-Lösung an. Handelsunternehmen betreiben oft mehrere Fabriken gleichzeitig und führen eine Vielzahl von Produktkategorien, wodurch sie den vielfältigen und kombinierten Beschaffungsbedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden können. Wer verschiedene Rohstoffe auf einmal einkaufen möchte, ist bei einem Handelsunternehmen oft besser beraten, da man so nicht von einem Lieferanten zum nächsten laufen muss. Diese Bequemlichkeit des “One-Stop-Shoppings” ist ein wesentlicher Mehrwert, den Handelsunternehmen bieten.
Schlusswort
Bei Herstellern und Händlern gibt es grundsätzlich keine absolute Einteilung in „gut“ und „schlecht“ – es kommt lediglich darauf an, ob sie geeignet sind oder nicht. Hersteller punkten mit ihren Preisen und einer stabilen Großlieferung, während Händler sich durch flexiblen Service und eine umfassende Produktpalette aus einer Hand auszeichnen.
Bei großen Mengen, wenn es auf die Kosten ankommt und Rückverfolgbarkeit gefragt ist, sind Fabriken die bessere Wahl; bei kleinen, vereinzelten Mengen, wenn es auf Bequemlichkeit ankommt und Flexibilität gefragt ist, sind Händler besser geeignet.
Die Kunst des Einkaufs besteht nicht darin, blindlings nach “Direktquellen” oder “Zwischenhändlern” zu suchen, sondern darin, die eigenen tatsächlichen Bedürfnisse klar zu erkennen und den am besten passenden Partner zu finden. Nur wenn man die Unterschiede erkennt, die Vor- und Nachteile rational abwägt und die Augen offen hält, kann man sowohl kostengünstig als auch sicher einkaufen.